Damit man Pakete so einfach und sicher empfangen kann wie Briefe: direkt am Wohnort, ohne selbst anwesend sein zu müssen.


Mit dem zunehmenden Online-Shopping sind in den letzten Jahren die Paketmengen stetig gewachsen. Heute erhält täglich ein Drittel aller Haushalt in Deutschland ein Paket. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend insbesondere bei Bestellungen von Endverbrauchern (B2C-Segment) verstärkt. Dies wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.


Anbieterneutrale Paketboxen entsprechen Verbraucherwünschen

Verbraucher sind zunehmend tagsüber nicht mehr zu Hause, um Pakete persönlich empfangen zu können. Laut Umfragen wünscht sich jeder Dritte eine Art Briefkasten fürs Paket. Hierfür bieten anbieterneutrale Paketboxen, in welche alle Paketdienste einliefern können, eine einfache, sichere und gleichzeitig nachhaltige Form der kontaktlosen Zustellung am Wohnort.


Um bundesweit den Verbrauchern diesen sicheren Paketempfang zu ermöglichen, gilt es, anbieterneutrale Paketboxen zu etablieren. Dies gelingt nur, wenn alle Player an einem Strang ziehen. Dafür braucht es politische Unterstützung:


  1. Für Vermieter und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern: Ergänzung des Wohneigentumsgesetzes sowie Umlagefähigkeit bei den Betriebskosten Verbraucher, die als Mieter im Mehrfamilienhäusern leben, können selbst keine Paketboxen installieren, sondern sind auf die Investitionsbereitschaft ihrer Vermieter angewiesen. Ähnlich wie bei den Ladestationen für e-Autos (Wallboxen) sollte der Gesetzgeber diese einfache, sichere und nachhaltige Form der kontaktlosen Paketübergabe unterstützen.

  2. Für Bauherren und Investoren: Ergänzung der Bauordnungen Auf Basis der bundesweiten Musterbauordnung, sollten die entsprechenden Landesbauordnungen dahingehend ergänzt werden, dass bei neuen Wohnquartieren anbieteroffene Paketboxen von Beginn an einzuplanen sind. Insbesondere in den Vororten von Ballungszentren wohnen viele Pendler, für die nach der Rückkehr an den Wohnort kein zusätzlicher Weg mehr notwendig wäre, wenn sie direkt vor der Haustür ihr Paket aus einer Box holen könnten.


Anbieterneutrale Paketboxen fördern den Verkehrsfluss und reduzieren Schadstoffemissionen

Die Paketdienste haben 2020 an private Verbraucher 18,6 Prozent mehr Pakete zugestellt als im Jahr zuvor. Dazu haben die KEP-Unternehmen die Produktivität gesteigert und über 10.000 neue Stellen - insbesondere in der Zustellung - geschaffen. Auch wenn die Paketdienste vielerorts zunehmend Lastenfahrräder und E-Fahrzeuge einsetzen, so müssen die Transporter häufig in zweiter Reihe parken, was den Verkehrsfluss behindert und Gefahr von Unfällen erhöht. Zudem werden dadurch Staus und infolgedessen zusätzliche Schadstoffemissionen erzeugt. Dies lässt sich durch anbieterneutrale Paketboxen vermeiden.


Die Zustellung in anbieterneutrale Paketboxen verkürzt jeden Stopp pro Fahrzeug um einige Minuten und könnte auch in die Tagesrandzeiten verlegt werden. Beides trägt zu einem verbesserten Verkehrsfluss und zum Umweltschutz bei. Untersuchungen des Umweltbundesamts belegen, dass die Zustellung in anbieterneutrale Paketboxen am Wohnort nachhaltig ist, da der Sekundärverkehr zur Paketabholung und dadurch erzeugte Schadstoffemissionen entfallen.

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Mit dem zunehmenden Online-Shopping sind in den letzten Jahren die Paketmengen stetig gewachsen. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend insbesondere bei Bestellungen von Endverbrauchern (B2C-Segment) verstärkt und wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.


Anbieterneutrale Paketboxen sind nachhaltig und entsprechen dem Verbraucherwunsch nach einer einfachen und sicheren Zustellung vor Ort, ohne selbst zuhause sein zu müssen.


Mit anbieterneutralen Paketboxen den Verkehrsfluss fördern und Schadstoffemissionen reduzieren

Die Paketdienste gelangen insbesondere bei der Zustellung auf der letzten Meile, von der Übernahme der Pakete durch den Paketzusteller bis zur Übergabe an den Kunden, an ihre Kapazitätsgrenzen. Sofern noch zusätzliches Personal gewonnen werden kann, beschäftigen die Paketdienste immer mehr Paketzusteller, die zumeist mit Transportern unterwegs sind. Für die Übergabe beim Kunden benötigen sie im Vergleich zum Beladen und der zurückzulegenden Wegstrecke die meiste Zeit pro Paket. Dazu wird häufig in zweiter Reihe geparkt, was den Verkehrsfluss behindert und Unfallgefahren in sich birgt. Zudem werden durch Staus vermeidbare Schadstoffemissionen erzeugt.


Das Umweltbundesamt hatte im Januar 2021 die Umweltemissionen von im lokalen Ladengeschäft erworbenen Waren mit denen des Onlinehandels verglichen und kam zu dem Schluss, dass es keine pauschale Präferenz für den einen oder anderen Weg gibt. Das größte Potenzial zur Schadstoffreduzierung wird auf der letzten Meile gesehen. Neben der gewählten Antriebsart für die Zustellung könnte auch eine Verlagerung der Zustellung in die Tagesrandzeiten den Verkehr tagsüber entzerren. Dazu wären Paketboxen am Wohnort Voraussetzung.


Mit anbieterneutralen Paketboxen dem Verbraucherwunsch entsprechen

Um die Effizienz auf der letzten Meile zu erhöhen, hinterlegen die Paketdienste die Sendungen zunehmend an alternativen Orten wie Paket-Shops oder von den Paketdiensten betriebene Paketstationen, wo sich die Verbraucher die Sendungen abholen müssen. Dies verursacht bei den Empfängern nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern durch den Sekundärverkehr - häufig mit dem eigenen Pkw - auch zusätzliche Umweltbelastungen. Laut Umfragen wünscht sich in Deutschland jeder Dritte einen „Briefkasten fürs Paket“ – also eine einfache und sichere Zustellung durch alle Paketdienste zuhause, ohne selbst anwesend sein zu müssen. Die Entnahme kann jederzeit rund um die Uhr erfolgen.


Gleiches gilt für die Zustellung: Boxen, in die jeder Paketdienst einliefern kann, bieten im Vergleich zu Einrichtungen der jeweiligen Paketdienste den Vorteil, dass das Paket weiterhin zum Empfänger kommt und nicht der Empfänger zum Paket, womit der Sekundärverkehr komplett entfallen könnte. Zudem wäre dann auch eine Belieferung der Paketboxen in den Tagesrandzeiten möglich. Dieser wäre ein Beitrag zur Verkehrsentzerrung und somit zum Umweltschutz.


ProPaketBox e.V. setzt sich dafür ein, dass Verbraucher Pakete so einfach und sicher empfangen können wie Briefe: direkt am Wohnort, ohne selbst anwesend sein zu müssen.

Ab Juli klingelt der DHL-Paketbote nicht mehr, wenn Empfänger eine Abstellgenehmigung erteilt haben. Das spart Zeit und steigert die Effizienz der stark ausgelasteten Paketboten.

Damit forciert DHL die kontaktlose Übergabe – auch wenn der Empfänger anwesend ist. Dies spart den Paketboten nicht nur Zeit, sondern gibt den Empfängern auch mehr Flexibilität bei ihrer Tagesgestaltung. Auch der BIEK, wo die anderen großen Paketdienste organisiert sind, setzt zunehmend auf unattended Delivery.


Immer mehr Verbraucher nutzen als Ablageort eine sichere Paketbox anstelle eines für jedermann zugänglichen Orts. Anbieteroffene Paketboxen bieten den Vorteil, dass alle Paketdienste einliefern können und Pakete so einfach wie Briefe empfangen werden können. Zudem können Retouren über elektronischen Paketboxen auf den Weg gebracht werden, wenn der Paketbote sie einfach mitnimmt.


Derzeit ist es für Verbraucher noch recht umständlich, jedem Paketdienst eine separate Abstellgenehmigung zu erteilen. ProPaketBox e.V. setzt sich dafür ein, gemeinsam mit den Paketdiensten eine einfachere und einheitliche Lösung zu finden. Eine kleine Verbesserung hat DHL eingeführt. Dort kann man jetzt für den gesamten Haushalt eine Abstellgenehmigung erteilen.


Mit diesem weiteren Schritt unterstützt DHL die Nutzung anbieterneutraler Paketboxen am Wohnort und bleibt damit seinem langjährigen Ziel, immer nachhaltigere Zustellkonzepte zu entwickeln, treu. Dass Onlineshopping sogar nachhaltiger als der Einkauf im Geschäft vor Ort sein kann, hat selbst das Umweltbundesamt Anfang dieses Jahres in einer Studie postuliert.


Pakete zu erhalten, muss so einfach und sicher werden, wie der Empfang von Briefen.

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